Rückschläge

 

Auch wenn man versucht, das eigene Leben endlich in die eigene Hand zu nehmen, ist man doch nie allein in seinem Leben. Es gibt immer Menschen und Geschehnisse, die einen aus der Bahn werfen, die das Leben unnötig erschweren. Es ist schlimm, wenn diese Hürden von denen aufgestellt werden, die man trotz allem liebt. 

In den letzten Tagen habe ich gelernt, dass ich mich nur auf mich verlassen kann, nur ich kann mich tragen, und dafür brauche ich noch mehr Kraft. Aber diese Kraft wird sich finden lassen, ich schaffe das und ich lasse mich nicht von meinem Weg abbringen. 

Deshalb werde ich mir jetzt mein elektronisches Schreibgerät schnappen und mich auf den Weg ins Café machen, dort bin ich nicht allein und trotzdem finde ich dort die Ruhe, um schreiben zu können.

À bientôt

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Danke

 

Das letzte Jahr hat mich dazu gebracht, über mich und mein Leben nachzudenken. Denn in den letzten 20 Jahren hatte nur meine Familie Priorität, ich selbst bin dabei immer mehr zum weiteren Möbel des Hauses geworden, mehr war ich nicht mehr. Und Möbel haben heute ein Verfallsdatum. Sie werden irgendwann nicht mehr gebraucht. Und manchmal werden sie entsorgt, weil das Interesse weg ist.

Und das ist mir so gegangen, meine Familie braucht mich nicht mehr und Teile von ihr wollen mich auch nicht mehr brauchen. Das führte dazu, dass ich in den letzten Monaten gelernt habe, was Einsamkeit bedeuten kann. Zum Glück habe ich Freunde, es sind zwar wenige, aber sie sind Freunde. Sie haben mir geholfen, mich und mein Leben wieder neu aufzustellen.

Ihr wisst, wer gemeint ist. Danke! Ihr könnt euch nicht vorstellen, was ich euch zu verdanken habe.

Und alles, was jetzt passieren wird, das habe ich nur euch und eurer lieben Hilfe zu verdanken.

Neben dem Dank ist aber zugleich auch eine Entschuldigung fällig. Ich weiß, dass ich meine Leser in den letzten Monaten stiefmütterlich behandelt habe. Das heißt nicht, dass es mir nichts bedeutet, treue Leser zu haben. Im Gegenteil, das ist eine Tatsache, die mir sehr gut tut. Und daher möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich euch so vernachlässigt habe. 

Aber es wird alles besser, da bin ich mir sicher.

Noch ein Lichtblick

Der Zug am Ende des Tunnels scheint momentan die unwahrscheinlichere der beiden Optionen zu sein, denn am Tunnelende sind weitere Lichter aufgetaucht, so mehrgleisig kann das Ding doch nicht sein 🙂
Mein Projekt geht gut von der Hand. Ich habe zudem schon Ideen für weitere Kurzgeschichten und…
Von mir gibt es jetzt Baumbücher.
Die Purpurne Lagune hat den Anfang gemacht.
Meine Spukgeschichten sind auch schon da und da wird sogar noch mehr kommen.
Das sind also wunderbare Motivationen für mich, ich scheine auf einem Weg zu sein, der nicht so falsch zu sein scheint.

Ja, mich gibt es wirklich noch

 

Das letzte Jahr war in jeder Hinsicht die Hölle, aber jetzt sehe ich endlich das Licht, oder den Zug, am Ende des Tunnels.

Wie auch immer, ich versuche jetzt, mich auf mich zu konzentrieren. In letzter Zeit ist das zu kurz gekommen und dabei bin nicht nur ich selbst zu kurz gekommen.

Aber das wird sich ändern. Ich werde endlich wieder schreiben, damit habe ich auch schon begonnen, und ich werde endlich versuchen, vom Schreiben leben zu können. Das ist ein sehr ehrgeiziges Ziel und wahrscheinlich auch keines, das sich leicht erreichen lässt.
Aber man braucht Ziele im Leben. Ich brauche ein Ziel.

Und deshalb wird sich jetzt alles ändern. Grundlegend. 

Geht doch

 

lagune-8-cover

Manchmal kann selbst ich meinen Willen durchsetzen 🙂
Die ungeliebte Arbeit an den Korrekturen des Zellmaterials habe ich mir in den letzten Wochen vom Hals halten können. Stattdessen durfte ich mich doch noch in die warmen Meere rund um Borneo stürzen. Wenn auch nur virtuell 🙂 Oder in meiner Phantasie…
Der Verlag hat eingesehen, dass sie mit mir und meiner Logik in diesem Jahr nicht weiterkommen und mir grünes Licht für ein besonderes Weihnachtsgeschenk für meine Leser gegeben: Die Lagune ist wieder da. Teil 8 hat es schon jetzt in den ibooks Store geschafft und er ist sogar für umsonst zu haben. Die Santa Esperanza sticht wieder in See und schon steckt Sandrine mittenmang im schlimmsten Schlamassel.
Und ich bald bestimmt auch, denn jetzt schon wird vom Verlag laut nach Nachschub gerufen 🙂

Doofe Piraten

lagWarum sind nicht alle Piraten so wie mein Captain Givemore?

Beim letztwöchigen googeln, ja, man sollte sich nicht selbst googeln, da kommt ohnehin nichts Gutes bei raus, sah ich, dass das PDF der Piraten in den Google Rankings höher liegt als das Original vom Verlag bei Kobo. Danke dafür. Danke, dass offenbar so viele Leute lieber für ein Kilo Kaffee in Kapselform ein paar Hundert Euros zahlen und dann an den Büchern sparen.
Das war jetzt nicht sonderlich freundlich und meine Verlegerin hat mir auch gesagt, dass es nicht immer an der Klickzahl liegt, sondern am SEO, dass eine Seite im Ranking weiter oben ist, aber sauer bin ich dennoch.

Was tun? Ein Freund bei Facebook riet zur Anzeige. Das hab ich dann mal meinem Verlag vorgeschlagen und die waren nicht sonderlich begeistert von der Idee. Zumindest hat mir Betty ihre Gründe erklärt und von der Hand zu weisen sind die nicht.
Sie hat mir aber die Entscheidung überlassen. Ob ich ein Signal setzen will oder ob wir die Zeit für Anzeige und Co nicht besser in die Arbeit am neuen Projekt, das sowieso schon im Zeitplan weit zurück ist, stecken. Nur ist mir jetzt eins klargeworden: Wenn Leute meine Texte für lau lesen wollen, dann werden sie das weiterhin tun. Ich kann dagegen nichts machen, wenn auch ein Verteiler dicht macht, der nächste steht schon in den Startlöchern. Vielleicht sollte ich einfach dankbar dafür sein, dass ich so viele treue Leser und Leserinnen habe, die bereit sind, mich für meine Arbeit auch zu entlohnen. Auf die kommt es an. Das sind die Menschen, die mir zeigen, dass meine Arbeit etwas wert ist. Und vielleicht kommen ja noch einige von denen dazu, die sich ohne Erlaubnis einen Teil von mir gratis besorgt haben, vielleicht ist es ja wirklich eine Form der Werbung…

Die Heldin bezieht Dresche

langes schloss blurredDas ist eigentlich ein verkürztes Zitat meiner Verlegerin, die der Meinung war, dass Annabelle in unserem neuen Ebook tüchtig viel Dresche beziehen würde. Ja, das ist so. Meine Protagonistin hat aber auch ihren Spaß, wenn auch immer ein schaler Nachgeschmack für sie wartet. Bei der Gefangenen von Crestfall Castle habe ich mich von jedem rosa Wattewölkchen verabschiedet. Ich habe einen Text geschrieben, der zwar romantisch und manchmal auch humorvoll ist, aber ich habe es mit Absicht vermieden, das alles in eine zu virtuelle Welt abgleiten zu lassen. Das Leben ist kein Kinderspiel auf dem Ponyhof, wir haben zwar alle die Hoffnung auf unser Happy End, nur ist es leider selten der Fall, dass wir glücklich im pastellenen Sonnenuntergang verschwinden und für immer glücklich sind. Wir beziehen alle Prügel, ob das nur die vielzitierten Schicksalsschläge sind oder es sich um tatsächliche Gewalt handelt. Aus diesem Grund habe ich es bei meinem letzten Text einfach nicht mehr geschafft, die Realität der Romantik zu opfern. Klar, Bücher sollen uns in Phantasiewelten entführen, jedoch sollte das nicht die Augen vor der Realität verschließen.

Was war an Crestfall Castle denn so besonders?

Cover ArtVon meinen Highlandromanzen ist mir Die Gefangene von Crestfall Castle mittlerweile die liebste. Das zu erklären, das ist schwer, so wegen der Spoiler… Was mir beim Schreiben gefallen hat, das war, dass ich mich nicht so sehr an die Regeln des historischen oder des modernen historischen Romans gehalten habe. Auch in diesem Ebook wird Sex nicht allzu großgeschrieben. Aus gutem Grund, mir ging es darum, zu zeigen wie sich eine junge Frau entwickelt. Die Gefangene von Crestfall Castle ist der Gewalt ihres Ehemannes ausgeliefert, sie wehrt sich zwar, aber erreichen tut sie nichts, sie schadet sich nur zusätzlich. Das Problem kennen nicht nur Frauen aus der Vergangenheit, denn die Existenz von Frauenhäusern zeigt, dass Gewalt gegen Frauen auch heute noch ein Thema ist. Aus welchen Gründen auch immer sie erduldet wird, sie wird erduldet. Es werden keine Schlussstriche gezogen. Deshalb habe ich mich beim Schreiben auch nicht dazu verleiten lassen, meine Annabelle zu einer Heldin zu machen. Sie ist nur eine normale Frau und das heißt, dass sie auf Hilfe angewiesen ist. Es ist sehr schade, das heute noch schreiben zu müssen und sich darüber im Klaren zu sein, dass dieser Satz nicht falsch ist. Das ist nicht nur damals und in Crestfall Castle so. Unsere Macht ist auch im Jetzt immer noch begrenzt. Eigentlich eine Schande, wenn man daran denkt, wie viel Zeit verstrichen ist, wie weit die Menschheit gekommen ist. Und in diesem Kontext wird mir auch wieder klar, warum dieser Begriff im Englischen „mankind“ heißt.

Kurze Texte sind mit Abstand besser

lagDie Lagune geht mir immer noch nicht aus dem Kopf. Jeder Band abgeschlossen. Kurz. Knapp. Leicht zu schreiben. Leicht zu lesen. Und trotzdem spannend. Sagen zumindest einige Leserinnen :))

Jetzt sitze ich am Feinschliff eines Buches, das mehr als 100 DinA4 Seiten hat, und komme und komme nicht weiter. Keine Logik, Anschlussfehler, eins ist klar, das nächste Mal fasse ich mich wieder kurz, darauf könnt ihr euch verlassen!

So gerne würde ich zurück

 

Lagune CoverDie Purpurne Lagune hab ich jetzt fertig gelesen und ich muss sagen, ich vermisse die Arbeit an ihr doch sehr. Damals konnte ich meiner Phantasie völlig freien Lauf lassen und ich habe es sogar geschafft, Segelboote, Drachen und Kolonialkriege mit einer Romanze zu verbinden und das alles, ohne dabei zu viele Fehler zu machen. Das hat so viel Freude gemacht, das ging verhältnismäßig schnell und auf das Ergebnis bin ich immer noch so stolz. Dagegen ist meine gegenwärtige Arbeit etwas ganz anderes, nur auf Details achten, die ich bislang komplett übersehen habe. All dieser Kleinkram, der Zeit raubt und nichts, aber auch nichts mit kreativer Arbeit zu tun hat.